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URSULA | Gezwitscher

twit-sm

Ein neuer Trend hat das internet erobert. “Twitter – inzwischen kennt es (fast) jeder. Und jeder, der meint, sein small-talk wäre es wert und dürfe den Mitmenschen, hier „Followers“ genannt, nicht vorenthalten werden, fasst diesen in höchstens 140 Zeichen zusammen und zwitschert fröhlich drauflos.  In kürzeren oder längeren Abständen lässt er alle Followers an seinem mehr oder weniger interessanten Tagesablauf teilhaben – hier und da untermalt mit Fotos, die man ebenfalls und ergänzend ins Netz stellen kann. Man bekommt fast den Eindruck, die Ärmsten haben niemanden, der ihnen zuhört und dass sie ihre Selbstgespräche in der Hoffnung auf Resonanz dann eben veröffentlichen. Alles, was sie tun, sehen, hören oder was ihnen sonst noch begegnet, wird auf Twitter kommentiert. Untersuchungen zufolge nimmt dies bei nicht wenigen Nutzern sogar suchtartige Züge an. Es wird gezwitschert, was das Zeug hält, notfalls werden die „Tweets“ auch vom iPhone geschickt, wenn man nicht am PC sein kann.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass von einigen Nutzern natürlich auch wertvolle und wichtige Informationen geliefert werden. Die Nachrichten über besondere Ereignisse verbreiten sich so in Windeseile. Allerdings kann es dann auch zu peinlichen Pannen kommen, wie z. B. die verfrühte Bekanntgabe des Ergebnisses einer Wahl an die Twitterwelt.

Dieser Tage habe ich davon gelesen, dass die Bibel in „Twitter-Abschnitte“, d.h. in Abschnitte von jeweils höchstens 140 Zeichen umgeschrieben wurde. Darüber kann man jedenfalls geteilter Meinung sein. Was soll denn das bringen, fragen sicherlich die einen und meinen, dass das Auswüchse sind, auf die die Welt gut verzichten kann. Andere sind begeistert, wie man komplexe Aussagen in wenigen Worten auf den Punkt bringen kann.

Nicht vergessen sei, dass das Ganze natürlich wieder eine Technik ist, die mehr Daten ins internet bringt. Daten, die verwaltet und gespeichert werden, für die Server notwenig sind und die Energie kosten.  Zitat Heise online „Nach Beobachtungen des Professors Gerhard Fettweis von der TU Dresden entwickelt sich der Energieverbrauch des Internet explosionsartig. In 23 Jahren soll es so viel Strom verbrauchen, wie heute die gesamte Weltbevölkerung. An den Hauptknotenpunkten des Internet sei ein Anstieg des Stromverbrauchs von jährlich 16 bis 23 Prozent feststellbar. Inzwischen sollen die Server-Farmen rund 180 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen. ….   Bereits 2003 prognostizierte das Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI), dass 2010 allein in Deutschland der Energiebedarf für Kommunikationstechnik 55 Milliarden Kilowattstunden betragen wird.“

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